Spielberichte

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FC Mecklenburg zieht ins Achtelfinale

In der dritten Runde des Landespokals trafen die Schweriner auf den TSV Graal Müritz und somit den bisherigen Pokalschreck dieser Saison. Man war gewarnt! Immerhin beförderten die Mannen von der Rostocker Heide schon den Oberligisten MSV Pampow und Verbandsligisten FSV Kühlungsborn aus dem Pokal. Zudem spielte TSV Trainer Tim Hermann sechs Jahre beim FC Eintracht Schwerin, was wohl auch noch mal einige Motivationsprozente beim Underdog freisetzte. Die Schweriner Anhängerschaft hingegen kam eigens mit einem organisierten Fanbus ins Ostseebad um den FC Mecklenburg lauthals zu unterstützen.

 

Mit dem Anpfiff der Partie versuchte die Heimmannschaft auch früh den FC Mecklenburg zu stören, allerdings erwischten die Schweriner den besseren Start. Schon nach vier Minuten zappelte der Ball erstmals im Netz der Gastgeber aber Witkowski soll im Abseits gestanden haben und somit zählte der Treffer nicht. Nur fünf Minuten später machten es die Landeshauptstädter besser. Flanke durch Witkowski und Martin Kirilov köpfte den Ball über die Linie! Im weiteren Verlauf schnürte sich das Spiel in der Hälfte des TSV ein und der FCM kam immer wieder mit hohem Tempo zu weiteren Torchancen, jedoch vergaben Jakob Ewert und Marc Kirchhoff jeweils knapp.  Marc Kirchhoff? Ja, der Toptorschütze (9 Tore in 5 Spielen) der U23 des FCM stand heute in der Startelf und er machte seine Sache ordentlich was sich später sogar noch deutlicher zeigen sollte. In der 36. Minute ein Eckball für Schwerin. Jakob Ewert flankt die Ecke auf den kurzen Pfosten und irgendwie streichen die Haare von Jan Kerschke das Leder ins eigene Tor zum 2:0 für Schwerin. Zwei Minuten später hämmert Ewert den Ball noch an den Pfosten. Die letzten fünf Minuten nahm der FCM das Tempo raus und der TSV Graal Müritz witterte seine Chance. Nur FCM-Keeper Max Böttcher war es mit starken Reflexen und Paraden zu verdanken, dass die Gastgeber nicht doch noch vor der Pause zum Anschlusstreffer kamen.

 

Die zweite Hälfte begann der FCM wieder druckvoll und weiter mit hohem Tempo in Richtung des Tores. Und es sollte auch nicht lange dauern, dass Justin Werder nach starker Vorlage durch bereits erwähnten Marc Kirchhoff das 3:0 markierte. Jedoch war die Freude nicht von langer Dauer. Rasmus Remy lupfte den Ball über Böttcher zum 3:1 Anschluss der Gastgeber. Nun wurde es offener Schlagabtausch und der TSV zeigte, dass sie nicht zu Unrecht in der 3.Runde des Pokals stehen. Trotzdem war es der FCM mit den klareren Chancen. Erst hämmerte Ewert den Ball an die Querlatte dann vergaben Nico Zapel und Martin Kirilov knapp. In der 68. Minute wieder eine starke Vorarbeit durch Marc Kirchhoff, der sich nun aussuchen konnte selbst abzuschließen oder den mitgelaufenen Justin Werder zu bedienen. Er entschied sich für letzteres und somit stand es 4:1 für die Landeshauptstädter. Die Vorentscheidung? Nein, denn Phillip Höger stellte nur fünf Minuten später den alten Abstand wieder her. Das mobilisierte die Kräfte der Hausherren und Rasmus Remy oder Florian Möller hatten durchaus die Gelegenheit für den TSV auf 4:3 zu verkürzen. Für den sogenannten „Deckel drauf“ sorgte dann aber ein Konter der Gäste. Tim Queckenstedt schnappte sich die Kugel und nahm Fahrt in Richtung des Tores auf, wo er mit Martin Kirilov einen dankenden Abnehmer zum 5:2 fand. Somit war der Zahn gezogen und die Schweriner ziehen in das Achtelfinale des Lübzer Pils Cup´s.

 

Am kommenden Dienstag wird durch den Landesfußballverband das Achtelfinale ausgelost, welches an dem Wochenende um den 16.11.19 ausgetragen wird. Aber erstmal geht es in der Liga weiter und das schon am kommenden Freitag im Flutlichtspiel gegen den FSV Kühlungsborn im heimischen Sportpark Lankow um 20.00 Uhr.

 

FCM: Böttcher – Leu, Köhn, Zotke, Hollnagel (63. Kabashaj), Witkowski, Werder (72. Lechocki), Zapel, Ewert, Kirchhoff (69. Queckenstedt), Kirilov

 

T./F.: Carsten Darsow